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Götz und Hoeneß in der Kritik

Die Trainer stehen dieser Tage im Mittelpunkt. Auch bei Hertha mehren sich die Kritiken an Falko Götz’ Aufstellungen und Auswechslungen.

So schreibt die Berliner Zeitung zum letzten Spiel in Gladbach:

Hertha lief wieder mit Hasenfuß-Taktik auf, nämlich zwei Abräumern vor der Abwehr mit Dardai und Mineiro, statt zwei Stürmern.

Der Tagesspiegel sieht die Fehler sogar im Gesamtsystem:

Der Fehler liegt im System. Hertha will seinen Kader mit Spielern auffüllen, die aus dem eigenen Nachwuchs kommen; das Problem ist, dass die Spieler anschließend nie wirklich das Gefühl loswerden, Kaderauffüller zu sein. So ist es auch Ashkan Dejagah ergangen, der in der kommenden Saison lieber für den VfL Wolfsburg spielt. Herthas hysterische Reaktion auf seine Wechselabsicht war nicht die Ausnahme, sondern passt ins Bild, das Mannschaft und Verein derzeit abgeben.

Die Qualität der Mannschaft liegt eindeutig unter der, die wir uns von den frühen Tabellenführungen versprochen haben. Ein paar Ausfälle und Schlagzeilen reichten, um das labile Gefüge der Mannschaft ins Wanken zu bringen.

Sollte der UEFA-Cup nicht erreicht werden, wird die Personaldecke wohl in Zukunft noch dünner.

Hertha, Dejagah und Wolfsburg

Wow, da ist ja ganz schön was los.

Dejagah wechselt nach der Saison zum VfL Wolfsburg. Hoeneß ist beleidigt, da für den Transfer keine Gelder fließen und Hertha sieben Jahre in die Entwicklung des Junioren-Nationalspielers gesteckt hat.

Bei Hertha wollte Dejagah nur für stark verbesserte Konditionen bleiben. Dieter Hoeneß daher sauer:

Wir waren nicht bereit, auf finanzielle Forderungen außerhalb der Vernunft einzugehen. Da geht es offensichtlich nur um Kohle.

Nun ist Dejagah erst mal ins Regionalliga-Team strafversetzt worden.

Meine Meinung: Wenn der Vertrag ausläuft, hat er alles Recht der Welt zu gehen. Ob Hertha in seine Entwicklung investiert hat und Wolfsburg nun billig abgreift spielt da numal keine Rolle. Aber auch Hertha und Hoeneß haben ein Recht drauf persönlich beleidigt zu sein und so kann ich die Versetzung ins Zweitteam nachvollziehen.