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Frust und Krise

Zwei Niederlagen in wichtigen Spielen, schon sind sie wieder da: Frust und Krise.

So dramatisch sehe ich es nicht.

Es ist eher eine Einpendlung auf die Möglichkeiten des Kaders. Nach verpasstem Umweg nach Europa über den DFB-Pokal, rücken nun die UEFA-Cup-Ränge wieder weiter weg. Nicht, dass der Kampf darum schon verloren wäre, jetzt geht es aber gleich gegen drei aufstrebende Kontrahenten: Nürnberg, Leverkusen und Hannover.

Für das nächste Spiel in Gladbach fehlen nun auch noch Simunic (Gelb-rot), Pantelic und Fahti (beide 5te Gelbe).

Auf die Aufstellung bin ich gespannt.

DFB-Pokal: Hertha wieder zu Gast in Stuttgart

Hertha darf im DFB-Pokal wieder nach Stuttgart reisen – diesmal jedoch zum VfB. Damit hat Hertha das denkbar schwerste Los erwischt. Weiterhin im Lostopf waren Eintracht Frankfurt, Hannover, Wolfsburg, Nürnberg, Aachen un Offenbach.

Wenigstens ein Heimspiel hätte ich mir gewünscht – naja, Hauptsache im Finale gibt es ein Heimspiel. ;)

Die anderen Viertelfinal-Partien:

1. FC Nürnberg – Hannover 96
VfL Wolfsburg – Alemannia Aachen
Kickers Offenbach – Eintracht Frankfurt

Gespielt wird um den 28. Februar.

Hertha im Viertelfinale

Kein Weiterzittern, keine Pokalsituation – Hertha hat sich mal souverän gegen einen unterklassigen Gegner durchgesetzt und steht zum ersten Mal seit fünf Jahren im DFB-Pokal-Viertelfinale.

Hoffentlich gibt es ein Heimspiel. Wann wird eigentlich ausgelost?

Hertha im Pokal nach Osnabrück

Hertha tritt am 19. oder 20. Dezember im DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfL Osnabrück ans. Die Osnabrücker sind der einzige verbliebene Amateur im laufenden Wettbewerb und warfen mit Borussia Mönchengladbach schon einen anderen Bundesligisten aus dem Turnier.

Es wird also wieder ein heißer Tanz werden.

Pokal-Tickets

Die Tickets für das Pokalspiel in Stuttgart sind ab morgen zu haben:

Am morgigen Dienstag, 10. Oktober 2006, beginnt bei Fußball-Bundesligist HERTHA BSC der Kartenvorverkauf für das DFB-Pokalspiel der 2. Runde beim Regionalligisten Stuttgarter Kickers (Mittwoch, 25. Oktober 2006, 20 Uhr, GAZI-Stadion) sowie für das Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus (Samstag, 28. Oktober 2006, 15.30 Uhr, Stadion der Freundschaft).

Die Tickets für das DFB-Pokalspiel kosten zwischen 13,20 Euro (Stehplatz unüberdacht, ermäßigt 8,80; Kinder und Jugendliche 6,60 Euro) und 30,80 Euro (Sitzplatz Haupttribüne überdacht) und geht bis zum 20. Oktober.

Die Karten für das Spiel in Cottbus kosten 9 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) und sind bis zum 24. Oktober erhältlich. Die Tickets gibt es ausschließlich in allen HERTHA-Fanshops (Geschäftsstelle, Gropiuspassagen, Europa-Center, Olympia-Shop und Hauptbahnhof).

Quelle: Pressemitteilung

Wow! Was für eine Europapokalsaison

Traurig - Hertha in der ersten Runde draussenSo grauenvoll der Reporter des DSF auch war, mit einem hatte er Recht: Hertha hat sich unfähig angestellt. Die Europapokalsaison ist nun schon wieder vorbei – bevor sie überhaupt richtig angefangen hat. Ursache? Schwer zu sagen. Trotz der Verletzten hätte Hertha Odense von der Papierform her schlagen müssen, insbesondere das Hinspiel hätte klarer ausgehen müssen.

Finanziell ist das Ausscheiden wahrscheinlich weniger dramatisch, da in den ersten Runden eh nicht viel rumkommt für die Fans und das Ansehen des Vereins ist dieses Erstrundenaus aber dramatisch. Kein Wunder, dass das Stadion leer bleibt.

Um hier noch positiv rauszukommen: Jetzt voll auf die Liga konzentrieren – und im DFB-Pokal vielleicht auch noch ein, zwei Runden dabei bleiben!

Pokale und Tabellenführung

TabellenführerÜber das 2:2 im UEFA-Pokal-Hinspiel gegen Odense möchte ich gar nicht so viel sagen. Es ist wohl klar, dass das Ergebnis sehr ungünstig ist. Hoffen wir das Beste für das Rückspiel in Dänemark.

Im DFB-Pokal trifft Hertha in der nächsten Runde (24./25. Oktober) auf die HSV-Bezwinger Stuttgarter Kickers. Da erwartet uns sicherlich ein heißer Tanz, denn die Schwaben werden noch motivierter und mit noch mehr Zuschauerunterstützung in die Partie gehen.

Trotz der durchwachsenen Pokalleistungen darf man nicht vergessen, dass Hertha heute mit einem Sieg über Schalke Tabellenführer werden könnte. Das hat zwar am 4. Spieltag relativ wenig Bedeutung, kommt aber wie gerufen um sich Motivation für die anstehenden Pokalpartien zu holen.

Also, auf gehts. Versprechen halten und gegen Schalke ein Feuerwerk abbrennen!

Hertha und der Pokal

Ich mag den DFB-Pokal. Die Pokalsaison 1992/93 gehörte zu den prägensten Ereignissen meiner persönlichen Fußballgeschichte. Doch war es nicht die Profi-Mannschaft, sondern die Amateure, die sogenannten Hertha-Bubis, die uns Freude schenkten.

Durch den Gewinn des Paul-Rusch-Pokals gegen die Reinickendorfer Füchse qualifizierten sich die Bubis für die Teilnahme am DFB-Pokal. Damals gab es noch Freilose und so kam es, dass die Mannschaft erst in der 2. Runde in den DFB-Pokal eingriff. Gegen SGK Heidelberg kamen die Jungs zu einem 3:0-Erfolg, den ich noch nicht live mitverfolgte.

Ab der dritten Runde bewiesen wir aber den richtigen Riecher und verfolgten die Spiele bis zum Finale live. Das Drittrundenspiel gegen den VfB Leipzig fand noch im sehr familiären Rahmen auf dem Platz in der Osloer Straße statt. 4:2 gewannen die Spieler um Stürmer Ayhan Gezen – Spieler, Trainer und Fans feierten auf dem Platz.

Das Achtelfinale brachte mit Hannover 96 eine auf dem Papier unlösbare Aufgabe in die Hauptstadt. Das Zuschauerinteresse stieg und so zog man in das Charlottenburger Mommsenstadion um. Das Spiel wurde zum besten der gesamten Pokalrunde: Die Hannoveraner führten bereits mit 2:0 als Holzbecher, Gezen und Andreas Schmidt das Spiel in der zweiten Halbzeit drehten. Doch Hannover schaffte nochmals den Ausgleich – bevor Andreas Schmidt kurz vor dem Abpfiff das Spiel entschied.

Die Profis schieden unterdessen gegen Leverkusen aus.

Zum Viertelfinale reiste der 1. FC Nürnberg ins nun ausverkaufte Mommsenstadion. In einem spannenden Spiel gewannen die Bubis mit 2:1 gegen die Franken. Beim anschließenden Stürmen des Platzes wurde mein Bruder von einem Hund eines übereifrigen Ordners am Handgelenk gepackt. Nachdem schon tausende Fans auf dem Platz waren, hielten wir das für reichlich überflüssig!. (Oder war das gegen Hannover?)

Zum Halbfinale wurde der Chemnitzer FC ins Olympiastadion gebeten. Das Spiel selbst war nicht so der Reisser, aber mit 2:1 wurden die Sachsen nach Hause geschickt und eine Berliner Mannschaft stand im Pokalfinale im heimischen Olympiastadion.

Nach dem Spiel stand ich zum ersten Mal auf dem Rasen des Olympiastadions und fand auch noch eine Armbanduhr auf Höhe des Mittelkreises :)

Leider ging es nicht so schön weiter: Beim Gang um das Stadion wurde mir von einer Gruppe Chemnitzer mein Hertha-Schal vom Hals gerissen, den ich aufgrund zahlenmäßiger Unterlegenheit kampflos aufgeben musste. Aber Wurscht, wir waren im Finale.

Vom Finale sind mir noch die hässlichen gelben Mützen, die jeder Dödel trug in Erinnerung. Wofür waren die eigentlich? Olympiabewerbung 2000?

Als es im Stadion noch relativ leer war, schaffte es ein wertes Fanclub-Mitglied mit einer Klopapierrolle die gesammelten Getränke der Gruppe 10 Bänke weiter vorne abzuräumen. Durch reflexartiges Pfeiffen und zur Seite schauen konnten wir die Täterschaft vertuschen ;)

Das Spiel selbst war dann weniger aufregend. Ulf Kirsten beendet mit seinem Tor den Berliner Traum. Trotzdem waren sich alle einig, dass wir Teil einer ganz grossen Sache waren.

Soll ich nun noch einen Bogen zur aktuellen Pokalleistung spannen? Die letzten Jahre waren nicht sonderlich erfolgreich, die Niederlagen gegen Kiel, Braunschweig und St. Pauli waren unnötig. Nun startet Hertha wieder zittrig in die Pokalsaison, ein 1:0 nach Verlängerung in Darmstadt. Bitte schenkt uns nach 13 Jahren doch mal wieder besondere Pokal-Momente!